Drei Dinge sind vom Paradies geblieben, Sterne, Blumen und Kinder!

 

Vorwort

Im ersten Band „Der Raubritter Walram von Dudeldorf“ lernen sich Finn, ein Junge vom Planeten Adhara und Niklas aus Wexford in Irland kennen und werden Freunde. Sie entdecken ihre gemeinsame Liebe für den Sternenhimmel, für bewohnte Planeten und für vergangene Zeiten. Sie reisen an verschiedene Orte und in verschiedene Zeiten und erleben dabei jede Menge rätselhafte und spannende Abenteuer.



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ISBN 978-3-85251-987-6


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ISBN 978-3-85251-987-6
(edition nove)

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ISBN 978-3-85251-987-6
(edition nove)

Ausgabe als Taschenbuch
129 Seiten
Preis: (A) € 14,40 / (D) € 14,00 /
(CH) SFr 26,40

 

Leseprobe / Auszug

 

Der Raubritter Walram von Dudeldorf

Abend für Abend funkelten die Sterne dem blondköpfigen Finn entgegen. Er lebte mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester Lilly inmitten eines großen Sees auf einer hügeligen Insel auf dem Planeten Adhara.
Neben dem bunt schimmernden Glashaus der Familie stand ein großer runder Turm, der aussah wie ein Leuchtturm auf der Erde. Wenn nachts die Lichter des Universums die oberste Spitze des Turmes ein wenig beleuchteten, konnte man die Schatten des Jungen und eines riesengroßen Teleskops erkennen. Hier in seinem Reich beobachtete Finn allabendlich die verschiedenen Lichterketten und Planeten im Universum. Es gab Zeiten, da konnte er es kaum erwarten bis die Sonne endlich hinter dem Horizont verschwand. Als ob sein Vater seine Unruhe spüren würde, kam er gerade an solchen Tagen zu Finn auf den Turm und erzählte von früheren Zeiten.  „Unsere Vorfahren lebten vor langer Zeit auf dem Planeten Antares. Durch Hitzeperioden trockneten die Seen und Flüsse aus und unsere Ahnen mussten einen neuen Lebensraum für sich suchen. Hier auf Adhara herrschten gute Lebensbedingungen vor und so wurde dies hier unsere neue Heimat.“ „Und was passierte mit den Tieren?“ wollte Finn wissen. „Die Tiere waren hungrig und kamen gerne in die
Käfige, in denen Futter für sie ausgelegt worden war. So konnten unsere Vorfahren viele Tiere mit hierher nehmen und sie damit retten“, antwortete sein Vater geduldig und fügte noch hinzu: „Sie nahmen auch  Pflanzen, die noch lebten mit und setzten sie hier wieder ein.“ „Das war gut“, stellte Finn erfreut fest. „Und was geschah mit dem Planeten Antares?“ kam die nächste Frage. „Niemand von uns Nachfahren war je auf Antares, aber ich denke, es wird dort wüstenartig sein und ohne Leben.“ „Warum weißt du das alles“, fragte Finn weiter. „Dieses traurige Ereignis wurde von Generation zu Generation weitergegeben, daher kennt jeder von uns die Geschichte vom Mutterstern und der Gründung dieser Kolonie“, erklärte sein Vater „und nun kennst auch du die Geschichte unseres Volkes.“
Wenn die Dämmerung dann der Dunkelheit wich, nickte er Finn freundlich zu und verließ so plötzlich wie er gekommen war den Turm.
Finn blieb nachdenklich zurück. „Irgendwann werde ich unseren alten Planeten Antares mit dem Teleskop ausfindig machen“, dachte er neugierig geworden. Er blickte hinaus und sah, dass es schon dunkel wurde und die Sterne zu funkeln begannen. Diese Zeit mochte er am liebsten. Er begab sich zu seinem Teleskop und blickte hinein. Wie an den Abenden zuvor beobachtete er wieder den Planeten Erde. Er hatte seinen Vater über die Erdlinge ausgefragt und je mehr Geschichten er von ihnen hörte, desto mehr wünschte er sich,  diesen Planeten einmal zu besuchen.
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Seit ein paar Tagen beobachtete Niklas einen besonders hellen Stern, der zu blinken schien. Ob es dort Leben gab? Lebewesen, die vielleicht auch gerade die Erde beobachteten? „Ich werde das wohl nie wissen“ dachte Niklas und war ein wenig traurig darüber. Er ahnte nicht, dass genau auf diesem Stern, den er seit ein paar Tagen besonders intensiv beobachtete, ebenfalls ein Junge wohnte, der nichts lieber getan hätte, als auf die Erde zu kommen und zu schauen, wie die Wesen dort lebten. Niklas gingen all seine Vorstellungen, die er vom Universum hatte, nicht aus dem Sinn. Er fand den Gedanken faszinierend, dass die Erde nicht der einzige bewohnte Planet war. Er ging davon aus, dass die Menschen auf keinen Fall die einzigen Lebewesen im Universum sein konnten.
In der Schule hatte er versucht, mit einigen seiner Mitschüler über seine Überlegungen zu diskutieren, aber er war nur auf Desinteresse gestoßen. Ab und zu hatten seine Schulkameraden noch versucht, ihn zum Spielen zu überreden, aber nach einigen Absagen hatten sie die Nase gestrichen voll  von ihm. Von da an war er für die anderen ein Junge, mit dem man nichts anfangen konnte. „Mit diesem Langweiler konnte man keine Abenteuer erleben“, hörte man immer wieder.
Niklas selbst war so  sehr mit seiner Idee, in der Galaxie müssten auf jeden Fall andere Kolonien existieren,  beschäftigt, dass er keine Zeit hatte, sich Gedanken über seine Schulkollegen zu machen. Viel lieber stöberte er in seinem Sternenbuch und suchte nach einer Möglichkeit, Kontakt mit irgend jemandem da draußen im Weltall aufzunehmen. Vor ein paar Wochen hatte Niklas versucht mit seiner Schwester darüber zu sprechen, aber die um zwei Jahre ältere Tarja hatte ihn nur ausgelacht. So blieb ihm nichts anderes übrig als alleine weiter zu forschen.

An einem Sonntagnachmittag stöberte Niklas auf dem Dachboden in alten Sachen. Ein kleiner Karton in der hintersten Ecke erweckte seine Neugierde.

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„Was war das?“ fragte er sich. Schnell schob er das Fahrrad an seinen richtigen Platz und lief dann mit großen Schritten so schnell er konnte in Richtung Meer. Am Ende des Hügels musste Niklas viele Stufen hinunterrennen, um zum Strand zu gelangen. Auf halben Weg hörte er wieder dieses Surren, diesmal etwas lauter.
„Es kommt von der großen Höhle im Felsen unterhalb des großen Hügels“, stellte er fest. Endlich kam er unten an und da sah er, was das Surren verursacht hatte. Viele runde Lichter erleuchteten die normalerweise dunkle Höhle. „Vielleicht ist das ein Ufo“, dachte Niklas und ohne Angst rannte er auf die Lichter zu. Er sah ein rundes Flugobjekt, an dem gerade alle Lichter erloschen. Niklas drückte sich in eine Nische und wartete was nun kommen würde. Eine Art Schiebetüre ging auf und ein blonder Junge stieg vorsichtig aus. Er schaute in Richtung Meer und freute sich offensichtlich darüber, hier zu sein. Er lächelte selig und ging langsam auf das Wasser zu.
Niklas wusste nicht, was er nun tun sollte. Er bewegte sich langsam aus der Nische hervor und ging leise hinter diesem fremden Jungen her. Dieser schien nicht zu bemerken, dass er nicht alleine an diesem Ort war. „Ob ich mich bemerkbar machen soll?“ fragte sich Niklas. Der andere Junge war bereits am Wasser angekommen und griff fröhlich nach ein paar Muschelschalen.
Niklas sah seine Zeit für gekommen und rief nicht allzu laut, um den vielleicht Außerirdischen nicht zu erschrecken: „Hallo,  hier ist eine schöne große Muschelschale. Ich schenke sie dir.“  Der fremde Junge erschrak heftig und warf sich sofort auf den Boden. Aber nachdem er Niklas erblickt hatte, verschwand der schreckhafte Ausdruck in seinem Gesicht und er lächelte freundlich.
„Ich bin Niklas und ich wohne dort oben in dem Haus auf dem Hügel. Wer bist du?“ hörte sich Niklas sagen. Der blonde Junge kam nun langsam auf ihn zu und sagte: „Ich heiße Finn.“

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Spannend geht es weiter im Buch………….